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Trampolin - Erfahrungen aus drei Jahren
Winterthur, 22. Juni 2010 - Seit Mai 2007 unterstützt Trampolin Jugendliche und junge Erwachsene beim Sprung aus einer vermeintlichen Sackgasse – entweder zurück in die Schule oder in eine Ausbildung, in Praktika oder andere weiterführende Angebote. 114 junge Leute haben in den letzten drei Jahren am Integrations- und Präventionsprogramm teilgenommen, viele von ihnen konnten in dieser Zeit die Schule erfolgreich abschliessen oder erste Schritte auf dem Weg ins Berufsleben machen. Das vom Departement Soziales und der Hülfsgesellschaft als Public Private Partnership organisierte Projekt bietet gefährdeten Jugendlichen neben einer Tagesstruktur, Coaching, Training und Unterricht an. Nach nur drei Betriebsjahren nimmt es bereits einen wichtigen Platz im Versorgungsnetz für Jugendliche und junge Erwachsene in Winterthur ein.
Das Projekt Trampolin hat sich seit 2007 zum festen Angebot entwickelt und ist aus dem sozialen Versorgungsnetz für junge Leute in der Stadt und Region Winterthur nicht mehr wegzudenken. Davon zeugen die vielfältigen positiven Rückmeldungen von zuweisenden Stellen. Neben den Kreisschulpflegen, welche das Trampolin bei Schul-Timeouts nutzen, ist dies vor allem die Sozialberatung im Departement Soziales, welche junge Sozialhilfebeziehende im Alter zwischen 18 und 25 Jahren ohne Ausbildung ins Trampolin schickt. Neben weiteren zuweisenden Stellen wie Jugendsekretariat und Jugendanwaltschaft schickt auch die IV-Stelle der Sozialversicherungsanstalt Zürich Jugendliche und Junge Erwachsene zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung ins Trampolin.
Die jungen Leute im Trampolin haben mehrheitlich eine schlechte soziale Ausgangslage und weisen häufig komplexe Probleme im Verhalten, in ihrer Motivation und Leistungsfähigkeit auf. Die zielgerichtete Unterstützung im Trampolin verbessert ihre Fähigkeit, die eigenen Handlungen und Gefühle zu steuern und stärkt ihr Selbstwertgefühl. Manuelle Fertigkeiten aber auch Durchhaltevermögen, Frustrationstoleranz und Pünktlichkeit werden trainiert. Dank dieser Förderung können sie in ein Programm zur beruflichen Integration eintreten, bzw. eine Ausbildung beginnen oder eine Stelle im Arbeitsmarkt finden und damit langfristig wirtschaftlich selbständig werden. Mit Unterstützung des Trampolins eröffnen sich den Jugendlichen und jungen Erwachsenen persönliche und berufliche Perspektiven, und sie schaffen so die schwierige Hürde beim Übertritt von der Schule in den Beruf.
In den letzten drei Jahren hat das Trampolin eine Fülle von Erfahrungen gesammelt, die sich auf die Arbeit mit den Jugendlichen, aber auch auf die Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrpersonen und weiteren Bezugspersonen im Umfeld der Teilnehmerinnen und Teilnehmer positiv ausgewirkt hat. Kontakte mit Auftraggebern und Fachstellen, aber auch mit dem Altersheim Wiesengrund als direktem Nachbarn wurden geknüpft. Erfreulicherweise sind daraus immer wieder neue Anregungen und Aufgaben entstanden, welche den Trampolin-Betrieb bereichert haben. Auch die Hülfsgesellschaft Winterthur und das Departement Soziales ziehen eine positive Bilanz zur gemeinsamen Trägerschaft, welche das Trampolin breiter verankert und finanziell abstützt als dies eine rein städtische Organisation tun könnte.
Beilagen:
Bild 2074: Vorbereitung des Mittagestisches durch die Jugendlichen; Küche durch Rotary Club gespendet. 
Bild 2114: Die Texitlwerstatt; Herstellung der trendigen Ziptaschen, annähnen von Knöpfen an die Arbeitskleidung der Spitex; Fertigung von Taschen aus Ballonseide 
Bild 2129: Werkstatt im Trampolin 
Bild 2190: Die Jugendlichen werden ausgebildet: Auf dem Plan stehen Mathematik, Deutsch, Allgemeinbildung 
Bild 3366: Herstellung von Domino-Steinen, die anschliessend an Kindergärten verkauft werden. 
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